Was verändert ein Kind finanziell?
Ein Kind verändert Einkommen, Rentenansprüche und Haushaltspuffer, für Monate bis Jahre. Miravel zeigt, was Elterngeld, Elternzeit und der Wiedereinstieg konkret für deinen Haushalt bedeuten.
Ein Kind verändert einen Haushalt auf mehreren Ebenen gleichzeitig: im ersten Jahr durch Elterngeld statt vollem Gehalt, danach durch Teilzeit und höhere Ausgaben, langfristig durch einen veränderten Rentenverlauf. Über welchen Zeitraum, in welchem Umfang, und wie groß der Spielraum bleibt, wenn etwas Unerwartetes passiert, hängt von der konkreten Situation ab. Miravel rechnet das durch, ohne zu beschönigen oder zu alarmieren.
Das erste Jahr: Elterngeld und Einkommensrückgang
Elterngeld ersetzt 65 bis 67 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens der letzten zwölf Monate vor der Geburt, mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro monatlich. Wer vorher 3.500 Euro netto verdient hat, bekommt also rund 2.300 Euro statt des vollen Gehalts. Für den Haushalt bedeutet das: eine echte Lücke, die aus Ersparnissen oder dem Einkommen des anderen Partners überbrückt werden muss. Die genaue Höhe hängt von Steuerklasse, vorherigen Nebeneinkünften und dem gewählten Elterngeldmodell ab.
Die mittlere Frist: Wiedereinstieg und Renteneffekte
Nach der Elternzeit beginnt die eigentlich entscheidende Phase. Wer reduziert zurückkehrt, verdient weniger, zahlt weniger in die gesetzliche Rentenversicherung ein und baut weniger Vermögen auf. Über einen Zeitraum von zehn Jahren summieren sich diese Unterschiede zu einem deutlichen Betrag. Miravel zeigt diesen Verlauf für deinen konkreten Haushalt, je nach Teilzeit- oder Vollzeitmodell und unter Berücksichtigung der aktuellen deutschen Steuer- und Sozialversicherungsregeln.
Was Miravel nicht sagt
Miravel zeigt Konsequenzen, keine Empfehlungen. Die Simulation sagt dir nicht, ob du ein Kind haben solltest oder wann der richtige Zeitpunkt ist. Sie zeigt, was verschiedene Entscheidungen konkret für deinen Haushalt bedeuten, damit du eine informierte Entscheidung treffen kannst.
- Wie hoch ist das Elterngeld in meinem Fall?
- Elterngeld beträgt 65 bis 67 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens der letzten zwölf Monate vor der Geburt, mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro monatlich. Relevant sind dabei Steuerklasse, eventuelle Sonderzahlungen und Nebeneinkünfte. Miravel berechnet den Betrag auf Basis der Angaben, die du im Simulator eingibst.
- Was ist der Unterschied zwischen Basiselterngeld und ElterngeldPlus?
- Basiselterngeld wird für maximal 14 Monate gezahlt, davon können beide Elternteile je bis zu 12 Monate beanspruchen. ElterngeldPlus wird doppelt so lang gezahlt, aber nur halb so hoch. Es eignet sich vor allem, wenn ein Elternteil in Teilzeit zurückkehrt, weil Teilzeiteinkommen und ElterngeldPlus kombinierbar sind. Welches Modell für deinen Haushalt günstiger ist, zeigt die Simulation im Vergleich.
- Zählen Elternzeitmonate für die Rente?
- Ja. Die gesetzliche Rentenversicherung rechnet für die ersten drei Lebensjahre eines Kindes Kindererziehungszeiten an. Das entspricht einem Entgeltpunkt pro Jahr, unabhängig davon, ob man in dieser Zeit erwerbstätig war. Für die langfristige Rentenberechnung sind aber auch die Unterbrechungen und die Teilzeitphase danach relevant, da weniger Beiträge eingezahlt werden. Miravel berücksichtigt beides.
- Elterngeld (Basiselterngeld und ElterngeldPlus) auf Basis des Nettoeinkommens
- Einkommensausfall während der Elternzeit je Person
- Kindergeld über den gesamten Simulationszeitraum
- Auswirkungen auf die gesetzliche Rentenversicherung bei Elternzeit
- Kranken- und Pflegeversicherung während der Elternzeit
- Wiedereinstieg: Teilzeit- oder Vollzeitmodell und die langfristigen Einkommensunterschiede