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Grunderwerbsteuer nach Bundesland 2026
Kurzantwort: Die Grunderwerbsteuer liegt 2026 zwischen 3,5 % (Bayern) und 6,5 % (Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Schleswig-Holstein). Bei 400.000 Euro Kaufpreis sind das 14.000 Euro bis 26.000 Euro, ein Unterschied von 12.000 Euro zwischen dem günstigsten und dem teuersten Land. Dazu kommen Notar und Grundbuch, die wir mit 1,5 % des Kaufpreises ansetzen (Näherung).
Stand: 8. Oktober 2026 (Regelwerk). Alle 16 Sätze zuletzt geprüft: 12. Oktober 2026.
Steuersatz je Bundesland
Jedes Land legt seinen Satz selbst fest. Die Tabelle zeigt den Satz, der für Käufe heute gilt, und die Seite, auf der wir ihn geprüft haben. Bei der Art „amtlich“ ist es eine Seite oder ein Dokument des Landes selbst. Bei „Übersicht“ haben wir keine amtliche Seite gefunden, die den Satz nennt. Dort stimmt der Satz mit der verlinkten Länderübersicht überein. Das Datum bei „Gilt seit“ kann aus dem Landesgesetz oder der Länderübersicht stammen und nicht von der verlinkten Seite.
| Bundesland | Steuersatz | Gilt seit | Quelle | Art der Quelle | Zuletzt geprüft |
|---|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 5 % | 5. November 2011 | Finanzämter Baden-Württemberg | amtlich | 12. Oktober 2026 |
| Bayern | 3,5 % | unverändert | Bayerisches Landesamt für Steuern | amtlich | 12. Oktober 2026 |
| Berlin | 6 % | 1. Januar 2014 | Senatsverwaltung für Finanzen Berlin | amtlich | 12. Oktober 2026 |
| Brandenburg | 6,5 % | 1. Juli 2015 | Brandenburger Landesrecht (Steuersatzgesetz) | amtlich | 12. Oktober 2026 |
| Bremen | 5,5 % | 1. Juli 2025 | Service Bremen, Der Senator für Finanzen | amtlich | 12. Oktober 2026 |
| Hamburg | 5,5 % | 1. Januar 2023 | Freie und Hansestadt Hamburg | amtlich | 12. Oktober 2026 |
| Hessen | 6 % | 1. August 2014 | Verwaltungsportal Hessen | amtlich | 12. Oktober 2026 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 6 % | 1. Juli 2019 | Länderübersicht (Wikipedia) | Übersicht | 12. Oktober 2026 |
| Niedersachsen | 5 % | 1. Januar 2014 | Landesamt für Steuern Niedersachsen | amtlich | 12. Oktober 2026 |
| Nordrhein-Westfalen | 6,5 % | 1. Januar 2015 | Länderübersicht (Wikipedia) | Übersicht | 12. Oktober 2026 |
| Rheinland-Pfalz | 5 % | 1. März 2012 | Länderübersicht (Wikipedia) | Übersicht | 12. Oktober 2026 |
| Saarland | 6,5 % | 1. Januar 2015 | Serviceportal Saarland | amtlich | 12. Oktober 2026 |
| Sachsen | 5,5 % | 1. Januar 2023 | Steuerportal Sachsen | amtlich | 12. Oktober 2026 |
| Sachsen-Anhalt | 5 % | 1. März 2012 | Länderübersicht (Wikipedia) | Übersicht | 12. Oktober 2026 |
| Schleswig-Holstein | 6,5 % | 1. Januar 2014 | Landeshaushalt Schleswig-Holstein, Einzelplan 11 | amtlich | 12. Oktober 2026 |
| Thüringen | 5 % | 1. Januar 2024 | Thüringer Finanzministerium | amtlich | 12. Oktober 2026 |
Rechenbeispiel: 400.000 Euro Kaufpreis
Die Grunderwerbsteuer ist der Steuersatz mal der Kaufpreis. Notar und Grundbuch setzen wir pauschal mit 1,5 % an. Das ist eine Näherung, die tatsächlichen Kosten stehen im Kaufvertrag und in der Notarrechnung. Die Beträge kommen aus derselben Rechenfunktion wie die Miravel-Simulation.
| Bundesland | Grunderwerbsteuer | Notar und Grundbuch (Näherung) | Summe |
|---|---|---|---|
| Bayern | 14.000 Euro | 6.000 Euro | 20.000 Euro |
| Baden-Württemberg | 20.000 Euro | 6.000 Euro | 26.000 Euro |
| Niedersachsen | 20.000 Euro | 6.000 Euro | 26.000 Euro |
| Rheinland-Pfalz | 20.000 Euro | 6.000 Euro | 26.000 Euro |
| Sachsen-Anhalt | 20.000 Euro | 6.000 Euro | 26.000 Euro |
| Thüringen | 20.000 Euro | 6.000 Euro | 26.000 Euro |
| Bremen | 22.000 Euro | 6.000 Euro | 28.000 Euro |
| Hamburg | 22.000 Euro | 6.000 Euro | 28.000 Euro |
| Sachsen | 22.000 Euro | 6.000 Euro | 28.000 Euro |
| Berlin | 24.000 Euro | 6.000 Euro | 30.000 Euro |
| Hessen | 24.000 Euro | 6.000 Euro | 30.000 Euro |
| Mecklenburg-Vorpommern | 24.000 Euro | 6.000 Euro | 30.000 Euro |
| Brandenburg | 26.000 Euro | 6.000 Euro | 32.000 Euro |
| Nordrhein-Westfalen | 26.000 Euro | 6.000 Euro | 32.000 Euro |
| Saarland | 26.000 Euro | 6.000 Euro | 32.000 Euro |
| Schleswig-Holstein | 26.000 Euro | 6.000 Euro | 32.000 Euro |
Am günstigsten ist Bayern mit 14.000 Euro Grunderwerbsteuer, am teuersten Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Schleswig-Holstein mit 26.000 Euro. Bei gleichem Kaufpreis liegen dazwischen 12.000 Euro.
Angekündigte Änderungen
Am 12. Oktober 2026 haben wir für kein Land eine beschlossene oder von der Landesregierung angekündigte Änderung des Satzes gefunden. Politische Vorschläge sind kein geltendes Recht und stehen nicht in den Tabellen.
Was die Zahlen nicht enthalten
- Maklerprovision und Finanzierungskosten.
- Zuschüsse einzelner Länder für Ersterwerber, zum Beispiel das Hessengeld in Hessen.
- Fälle ohne Steuer, etwa Erwerbe zwischen Ehegatten, von Verwandten in gerader Linie, Erbschaften und Schenkungen.
- Kosten, die im Kaufvertrag anders geregelt sind als üblich.
So zitierst du diese Daten
Du darfst die Tabellen und die Datei frei verwenden, auch für Artikel, Auswertungen und kommerzielle Zwecke, solange du Miravel nennst und auf diese Seite verlinkst. Lizenz: Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0).
Vorschlag für die Quellenangabe:
Miravel: Grunderwerbsteuer nach Bundesland, Stand 8. Oktober 2026. https://miravel.io/grunderwerbsteuer-nach-bundesland. Lizenz: CC BY 4.0.
Tabelle als Datei herunterladen (kommagetrennte Werte, CSV). Die Datei enthält dieselben Zahlen wie die Tabellen auf dieser Seite.
Gut zu wissen: Die Lizenz gilt für die Zusammenstellung auf dieser Seite, die Steuersätze selbst sind Landesrecht. Wir können die Lizenz für künftige Fassungen ändern. Was du bis dahin unter CC BY 4.0 bekommen hast, darfst du weiter nach diesen Bedingungen nutzen.
Häufige Fragen
- Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer 2026 in den einzelnen Bundesländern?
- Jedes Land legt seinen Satz selbst fest. 3,5 %: Bayern. 5 %: Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen. 5,5 %: Bremen, Hamburg und Sachsen. 6 %: Berlin, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern. 6,5 %: Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Schleswig-Holstein.
- Wer zahlt die Grunderwerbsteuer?
- Gesetzlich schulden Käufer und Verkäufer die Steuer gemeinsam. Im Kaufvertrag ist in der Regel vereinbart, dass der Käufer sie trägt. Das Finanzamt fordert sie zuerst von der Partei, die sich im Vertrag dazu verpflichtet hat.
- Worauf wird die Grunderwerbsteuer berechnet?
- Grundlage ist in der Regel der Kaufpreis aus dem notariellen Kaufvertrag. Übernommene Verbindlichkeiten zählen dazu. Mitverkauftes Inventar, das im Kaufvertrag gesondert und angemessen ausgewiesen ist, gehört nicht dazu.
- Was kosten Notar und Grundbuch?
- Wir rechnen mit einer Pauschale von 1,5 % des Kaufpreises, im Beispiel mit 400.000 Euro Kaufpreis also 6.000 Euro. Das ist eine Näherung: Die Kosten liegen meist bei 1,5 bis 2 Prozent, wir rechnen mit dem unteren Wert. Die tatsächlichen Kosten stehen im Kaufvertrag und in der Notarrechnung. Die Maklerprovision ist nicht enthalten.
- Hat sich die Grunderwerbsteuer zuletzt geändert?
- Zuletzt geändert haben Hamburg (5,5 % seit 1. Januar 2023), Sachsen (5,5 % seit 1. Januar 2023), Thüringen (5 % seit 1. Januar 2024) und Bremen (5,5 % seit 1. Juli 2025).
- Darf ich die Daten verwenden?
- Ja, mit Quellenangabe. Die Zusammenstellung steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0). Nenne Miravel und verlinke https://miravel.io/grunderwerbsteuer-nach-bundesland.
Von den Nebenkosten zum Haushaltsbild
Die Grunderwerbsteuer ist ein Baustein. Miravel rechnet für deinen Haushalt, wie sich ein Immobilienkauf über die Jahre auf Vermögen und Monatsbudget auswirkt, im Vergleich zum Mieten. Deine Daten bleiben dabei auf deinem Gerät.
Miravel gibt Informationen, keine Beratung. Die Sätze entsprechen den verlinkten Quellen am Prüfdatum. Maßgeblich sind das Landesrecht und dein Steuerbescheid.